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Passeiertal in Südtirol

Passeiertal in Südtirol

Das Passeiertal in Südtirol zieht sich, ausgehend vom Meraner Talkessel, ca. 38 km in nördliche Richtung. Das Tal wird im Westen von der Texelgruppe und im Osten von den Sarntaler Alpen eingefasst. Am Talende befinden sich der Jaufenpass und das Timmelsjoch.

Durch seine Öffnung hin nach Süden zeichnet sich das Passeiertal durch ein mildes Klima aus. Die Passer eignet sich hervorragend für Wassersportarten wie Kanufahren oder Rafting.

Die Geschichte dieses von der Natur verwöhnten Tales aus Südtirol, ist wohl fast so alt, wie die Menschheit selbst. Davon zeugen unter anderem urzeitliche Kultstätten von Rätern, die in den Weilern Glaiten und auf der "Silberhütt Höhe" oberhalb von Stuls gefunden wurden. Es ist sicher, dass das Tal schon weitaus früher bewohnt war.

Zur Zeit der römischen Eroberungen wurde ein Verbindungsweg von Maia (bei Meran) durch das Passeiertal über den Jaufenpass (jugum Jovis) nach Sterzing (Vipitenum) gebaut. Dank dieser Handelsstraße erlebte das Tal einen nicht unbeträchtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Neben der Landwirtschaft blühten auch der Handel und die kleine Gastronomie.

Der Passeirer familienfreundliche Radweg führt durch die malerischen Apfelwiesen, über Brücken der Passer entlang, bis nach Meran (20 km).

Passeiertal

Um 1200 n. Chr. wurde auf dem Schneeberg (2.355 m.ü.d.M.) ein Bergwerk zum Abbau von Zink und Blei errichtet. Um 1486 waren ungefähr 1000 Knappen beschäftigt. Auf dem Schneeberg gab es eine Kirche, eine Schule und ein Krankenhaus, denn die Knappen lebten dort mitsamt Familienanhang, eine interessante Begebenheit auf einer derartigen Höhe. Da Zink und Blei im Laufe der technischen Entwicklung immer mehr an Wichtigkeit verlor, wurde das Bergwerk im Jahre 1969 stillgelegt und zu einem vielbesuchten, sehr interessanten Museum umgestaltet.

Aus dem 13. Jh. stammen die Schildhöfe. Bauern, die dem Grafen mit Roß und Reiter dienten, erhielten, als Anerkennung und Dank, die Adelsrechte (Steuerfreiheit, Jagd- und Fischereirecht). Heute gibt es noch 11 Schildhöfe im Passeiertal (Hotel Saltauserhof im Passeiertal und Pension Haupold in Saltaus).

Hof Höfe

Zwischen 1401 und 1774 n. Chr. brach der durch einen Bergsturz gestaute "Kummersee" acht Mal aus und verwüstete dabei nicht zuletzt auch die Stadt Meran. Erst nach dem achten Ausbruch wurde dem See diese Gefährlichkeit genommen und heute befindet sich dort kultivierter Wirtschaftsgrund.

Bekannt ist auch die Passeirer Malerschule (1719 bis 1845 n. Chr.) in St. Martin, wo Bilder und Fresken entstanden; heute noch kann man alte Fresken an mehreren Häuserfassaden und am Malerhaus in St. Martin bewundern.

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