Unterkünfte Wellnesshotels Last Minute
Ortschaften Anreise Wetter
Museen Wandern Skigebiete Veranstaltungen
Laas - Lasa

Sehenswürdigkeiten in Laas

Laas, ein idyllisches Bauern-, Arbeiter- und Handwerkerdorf, lädt zu Begegnungen mit Skulpturen, Sakralbauten sowie kunsthistorischen Besonderheiten ein.

Pfarrkirche Johannes der Täufer

Die Pfarrkirche Johannes der Täufer stammt aus dem 12. Jh. Aus Platznot entschloss man sich 1849, einen Teil der Kirche abzubrechen, den Rest der alten Kirche als Altarraum zu benutzen und ein neues größeres Kirchenschiff anzubauen. Als schönstes und wertvollstes Werk der Kirche gilt sicherlich die Apsis aus dem 12. Jh. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jh. errichtet und ist ganz in Laaser Marmor gehalten. Die Pfarrkirche wurde erst später dazu gebaut. Auffallend sind im Altarraum 3 Arbeiten aus Marmor: Der Volksaltar, der Ambo mit symbolischen Darstellungen der Evangelisten, sowie der Träger des ewigen Lichtes.

Ortsfriedhof

Der Friedhof von Laas ist sicherlich sehenswert, da das Gesamtbild von weißem Marmor beherrscht wird. Jeder Grabstein wurde auf Bestellung von Laaser Bildhauern mit christlichen Motiven geschaffen.

St. Nikolauskirche

Die St. Nikolauskirche befindet sich am östlichen Ortseingang von Laas. Ein St. Christophorusfresko aus dem 16. Jh. schmückt die Außenfassade. Bei den Sanierungsarbeiten 1984 wurden an der Nordseite Mauerreste einer älteren Kirche freigelegt, in der man ein gut erhaltenes Muttergottesbild fand (Standort Rathausflur Laas).

Lourdeskirche

Weiter gegen Osten liegt an der Staatsstraße die Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau von Lourdes, erbaut 1895.

St. Sisinius

St. Sisiniuskirche
St. Sisiniuskirche

Klein und gedrungen wirkend, fügt sich St. Sisinius in seiner Schlichtheit harmonisch in die karge Steppenlandschaft am Sonnenberg. Dringt mitunter auch der Lärm und die Geschäftigkeit unserer Zeit bis zum einsamen Kirchhügel, verweilt man etwas länger, spürt man hier, wie sonst kaum irgendwo, die rätoromanische Vergangenheit heraufsteigen aus den Reigen der Jahrhunderte und die Zeit scheint stillzustehen.

Dieses Kirchlein, auf heidnischer Kultstätte errichtet und dem Nonstaler Märtyrer Sisinius geweiht, überdauerte die Stürme der Völkerwanderung, Kriege und Unruhen im Wandel der Zeiten. Erwähnt wird St. Sisinius erst 1323, gehört aber mit St. Prokulus in Naturns, zu den ältesten Kirchen des Vinschgaues, in vorromanischer Zeit errichtet.

Eine gotische Spitzbogentür führt durch die Ringmauer zur Kirche, die aus unregelmäßigen Bruchsteinen gebaut und sicher älter als ihr massiver Turm ist, der als Prototyp frühromanischer Bauweise gilt. Er erhebt sich über dem tonnengewölbten Altarraum und trägt einen pyramidenförmigen, gemauerten Helm. Die einfügsame Restaurierung in den vergangenen Jahren hat das Innere schmucklos belassen. Ein schlichter, steinerner Altartisch und ein paar Holzbänke auf dem alten Steinboden bilden das gesamte Inventar.

Für kirchliche Funktionen wird das heiligtum kaum noch genutzt: In der Karwoche wird neuerdings ein Heiliges Grab hier errichtet und im Mai ist es Ziel eines Bittganges. Da es zu renovieren im eigentlichen Sinne nicht viel gab, begnügte man sich damit, die Kirche vor dem Verfall zu schützen. Die marmorgerahmte Flachbogentür aus dem 16. Jh. in der Südwand wurde freigelegt und mit den originalen Werkstücken wieder hergestellt. Außen sind die Reste eines Freskos, aus derselben Zeit stammend, mit Bordüre und Wappen erkenntlich. Durch dieses wurde bei den Restaurierungsarbeiten ein zweites Schlitzfenster, das ehemals zugemauert worden war, wieder aufgebrochen, so dass von der Malerei nicht mehr viel zu sehen ist. An kostbarer Ausstattung hat die Kirche nichts vorzuweisen.

Ihre schlichte, ernste Bauweise, die archaische Landschaft, der Hauch der Vergangenheit, der sie umgibt, machen ihren Reiz aus, und der Besuch des Kirchhügels von St. Sisinius bringt uns in einmaliger Weise mit längst vergangener Kultur in Verbindung.

"Pfeiler und Koundl"

Einst Wahrzeichen von Laas, sind von der Etschbrücke - Badplatz gut ersichtlich. Um früher auch die trockene Talhälfte bewässern zu können, hat man das Wasser in Lärchenholzrinnen auf hohen Mauerpfeilern über Häuserdächer und Etsch hinweg auf die gegenüberliegende Talseite geleitet. Ein kleiner Teil davon wurde im Frühjahr 2000 wieder neu errichtet, damit man sich das gesamte System besser vorstellen kann.

Josefshaus (Jugendstyl)

Das Josefshaus wurde 1907 - 1909 von Pfarrer Malpaga erbaut. Es soll Raum für Kultur, für die Jugend und für Bereine bieten.