
Das Martelltal, eingebettet im Herzen des Stilfserjoch Nationalparks in Südtirol, ist eines der ursprünglichsten Seitentäler des Vinschgaus. Vorbei an der Ruine von Schloss Obermontani erstreckt es sich von 950 m bis zum Gletscher des Cevedale auf 3769 m.
Ruhe, reine gesunde Bergluft und eine unberührte Natur mit einer einzigartigen Fauna und Flora. Vielfältig ist die Pflanzenwelt: Saftige Wiesen, dunkle Wälder, Erdbeerplantagen bis auf 1700 m (Europas höchst gelegenes Erdbeeranbaugebiet), Gemüsefelder und schließlich die eisbedeckten Gipfel der Ortlergruppe. Harmonisch eingegliedert ist die über Jahrhunderte geschaffene Kulturlandschaft mit ihren schindelbedeckten Höfen und verwitterten Feldzäunen.
In diesem Wanderparadies erwartet Sie eine Vielzahl an Wanderwegen in der Talsohle, Panoramawanderwege im Hochgebirge mit einem berauschenden Ausblick in die Gletscherwelt der Ortlergruppe (im Ortler- und Cevedalemassiv).
Gemsen und Rehe, Alpenrosen und Silberdisteln erwarten den Besucher des Nationalparks Stilfserjoch, der weite Teile des Tales umfaßt. Zu den Wandermöglichkeiten gesellt sich ein ausgewogenes Sportangebot und viele gemütliche Gaststätten.
Ein Geheimtip für alle, die die Stille, das Unberührte, das Ursprüngliche lieben! Fast beschützend ragt bei Morter ein Moränenriegel auf, dahinter beginnt Ihre Oase der Ruhe, die hinauf reicht bis in die Gletscherregion.

Zufallspitzen und Zufrittsee
Hintermartell mit Zufallspitzen und Zufrittsee (1852 m).
Im Martelltal findet man 220 km leichte bis anspruchsvolle, gut markierte Wanderwege im Tal und im Hochgebirge. Uralte Wege führen über die Jöcher in das Laaser Tal, nach Sulden und in das Ultental. Sie waren früher und auch heute noch die Verbindung zwischen den Menschen in den einsamen Bergtäler. Alpenrosen im Frühsommer und eine unberührte Natur begleiten auf säumen die Wanderwege und das ewige Eis zum Anfassen nahe.
Marteller Hütte (2610 m), AVS. Anfang März bis Mitte Mai und Mitte Juni bis Mitte Oktober.
Zufallhütte (2264 m), März bis Mitte/Ende Oktober.
Michelimarkt
Von 8 bis 14 Uhr im Freizeitanlage Trattla.
In den 20er Jahren fand der Michelimarkt im Dorf statt. Die Waren wurden mit Körben vom Land herein getragen und direkt aus dem Körben verkauft. Damals war der Markt zwischen dem altem "Kloastrhittl" und dem Stiegerhaus.
In den 30er Jahren wurde der Markt in Bad Salt abgehalten oberhalb des Wachterhauses in der Wiese. Später war der Markt beim alten Thairmühl. Dort gab es dann auch die ersten Stände zu bewundern. Dann verlegte man den Markt wieder ins Dorf. Dort war das Vieh bei den Rieder Mühlen untergebracht. Auch Italiener waren damals auf dem Markt vertreten. Es gab auch Dolmetscher die den Handel zwischen Bauern und Händler organisierten, dabei musste man aber aufpassen wer den Dolmetscher bezahlt. Diese Dolmetscher erhielten bei jedem Verkauf einen bestimmten Anteil des Geldes.
Erst nach der Unwetterkatastrophe 1989 wurde der Markt nach Trattla verlegt wo er auch heute noch stattfindet. Der Markt wurde früher immer am 29. September, am Michelitag abgehalten. Am 28. September, der Micheliabend, wurde das Vieh vom Berg herunter getrieben und am 29. September wurde den Hirten ihr Geld für die Kälber ausgezahlt. Heute wird der Markt am letzten Samstag im September veranstaltet.
Auf den Marktständen finden Sie von Kleider bis Schuhe und von Werkzeug bis landw. Maschinen, sowie versch. Lebensmittel. Die Musikkapelle Martell sorgt für Speis und Trank sowie andern Köstlichkeiten.
Winter
Herrliche Loipen, Biathlon, eine abwechslungsreiche, nachts beleuchtbare Naturrodelbahn, Skispringen (25 m-Schanze), Eislaufen, Winterwandern und im Talschluß einige der prächtigsten Skitouren im Cevedale-Massiv. Winter pur ist hier kein leeres Schlagwort. Aber eben in der großen Ruhe, mitten im Nationalpark Stilfserjoch, im Grenzbereich zum Abenteuer.
Das Langlauf- und Biathlonzentrum Martell verfügt über insgesamt 12 km Loipen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Es ist Mitglied des Langlaufpasses Vinschgau: mit einem einzigen Saisonpass kann man alle Langlaufgebiete im Vinschgau sowie Val Müstair nutzen.
Die Naturrodelbahn "Hölderle" in Martell führt über ca. 2,5 km vom Cafè Hölderle entlang der Plima bis in die obere Gand. Die Benutzung der Bahn ist kostenlos und auch am Abend bei Beleuchtung möglich (auf Anfrage).
Tourenvorschlag Skitour Marmotta: Parkplatz Hintermartell (2050 m), auf Weg 150 zur Zufallhütte, auf Weg 103 Richtung Martellerhütte, weiter
auf Hohenferner, Marmotta (3330 m).
Höhenunterschied: 1280 Meter.
Gehzeit: ca. 4 - 5 Stunden.
Das Martelltal bietet zahlreiche Möglichkeiten zu Schneeschuhwanderungen: einfache Spaziergänge, leicht anspruchsvolle und auch schwierige Touren.
Tourenvorschlag Schneeschuhwanderung Stallwies: Gasthof Stallwies (1953 m), Rundweg Weg Nr. 15 auf Weg Nr. 23 und weiter bis zu Weg Nr. 5, zurück nach Stallwies.
Höhenunterschied: 180 Meter.
Gehzeit: ca. 2 - 3 Stunden.
Biathlon IBU-Cup 2010 in Martell

Biathlon im Martelltal
250 Athleten aus 35 Nationen mit dabei. Nachdem in den vergangenen Jahren regelmäßig wichtige internationale Wettkämpfe in Martell stattfanden, wird vom 11. bis 13. Februar 2010 ein Biathlon IBU-Cup (B-Weltcup) im Biathlonzentrum von Martell über die Bühne gehen.
Vom 5. bis 6. Dezember 2009 findet in Martell das erste Italienpokalrennen der Wintersaison 2009/2010 statt. An die ca. 100 Profiathleten aus den verschiedenen italienischen Landesverbänden gehen dabei an den Start.
Ein weiteres Highlight in dieser Wintersaison ist das 3. Schitourenrennen um die "Marmotta Trophäe" (erste Gesamttiroler Meisterschaft) am 21. Marz 2010 im Hintermartell. Schitourenfreaks aus dem Alpenraum und darüber hinaus messen sich auf der anspruchsvollen Route mit fast 1.900 m Höhenunterschied und werden zu Bestleistungen angespornt.

