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Promenade - Passeggiate

Promenaden, Gärten, Parkanlagen und Spazierwege in Meran

Die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Meran sind die zahlreichen, von exotischen und aus dem Mittelmeerraum stammenden Pflanzen gesäumten Spazierwege, die auf die milden klimatischen Bedingungen der Stadt hinweisen und Meran unter den Fremdenverkehrsorten der Alpen eine Sonderstellung zuweisen.

Die Passerpromenade

Längst der rechten Passerufers erstreckt sich im Stadtzentrum die Passerpromenade mit ihren kunstvoll arrangierten Blumenbeeten, Palmen und den bekannten, aus lebenden Pflanzen erstellten Plastiken, die je nach Jahreszeit und anliegender Veranstaltung Reiter, Kanufahrer, Bären und andere Figuren abbilden.

Die Winter- und die Sommerpromenade

An der Postbrücke angekommen, hat der Gast die Wahl zwischen der "Winterpromenade" am orographisch rechten Passerufer und der "Sommerpromenade" am orographisch linken Passerufer.

Die Winterpromenade zieht sich bis zum 1624 erbauten "Steinernen Steg" hin; ihr Anfangsstück ist die im historischen Stil gebaute Wandelhalle, die mit Abbildungen Südtiroler Ortschaften geschmückt ist und angelegt wurde, um auch bei Regenwetter oder während heißer Sommertage die Schönheiten der Promenade genießen zu können.

Die schattige Sommerpromenade liegt am linken Passerufer inmitten einer üppigen, immergrünen Vegetation von Sträuchern, Libanonzedern, Mammutbäumen, Pappeln, verschiedenen Kiefernarten und einer Vielzahl anderer Pflanzenarten.

Der Spazierweg endet an der Brücke, die die Sommerpromenade mit der Gilf verbindet und die Gilfschlucht überspannt.

Ursprünglich wurde die Sommerpromenade landwirtschaftlich genutzt und erst zwischen 1860 und 1870 zu einer Oase mediterraner und alpiner Pflanzen.

Der Spazierweg wurde Marie Valerie, der Tochter von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth gewidmet.

Die Sommerpromenade beginnt mit einem von Beeten umsäumten Rasen, in deren Mitte das Denkmal der Kaiserin Elisabeth von Österreich ("Sissi") steht, die Meran zu einem ihrer Lieblingsaufenthaltsorten erkoren hatte und somit zu einer Patin der Kurstadt wurde, die maßgeblich zum exklusiven Ruf der Stadt beigetragen hat.

Die Gilfpromenade

Die Gilfpromenade erstreckt sich vom "Steinernen Steg" bis hin zur Passerschlucht, die von der Zenoburg überragt wird. An ihrem Ende, direkt unter der Burg, kann man von einer kleinen Terrasse aus den tosenden, in die nur ein paar Meter breite Passerschlucht gezwängten Wassermassen zuschauen.

Hier befindet sich auch ein kleiner Felsengarten mit Kleinstgewässern und einer üppigen Vegetation.

Die Gilfpromenade wurde 1871 von der damaligen Gemeindeverwaltung geplant; im gleichen Jahr wurde mit dem Bau begonnen.

1873 mußten die Arbeiten ausgesetzt werden, da im Laufe eines Hochwassers der Passer eine Ufermauer zerstört wurde. Sechs Jahre später wurden die Projektplanung und die Bauleitung an den Architekten Karl Möser übergeben.

Der Bau der Promenade war ein schwieriges und langwieriges Unterfangen, da Tonnen von Gestein gesprengt werden mußten, um den Weg anzulegen.

1881 war der Bau des ersten Teilstückes abgeschlossen, vier Jahre später ein zweites Teilstück. Der obere Teil der Gilfpromenade wurde 1887 beendet und 1893 mit dem Tappeinerweg verbunden.

Der Tappeinerweg

Der wohl bekannteste Spazierweg der Stadt verläuft auf dem Zenoberg auf einer mittleren Meereshöhe von 380 m längs der Ost-West-Achse der Passerstadt.

Der Tappeinerweg beginnt in der Laurinstraße in Gratsch und endet vier Kilometer weiter in der Zenobergstraße, durch die der Weg mit der Gilfpromenade verbunden wird.

Der windgeschützte und sonnige Weg ist eine von alpiner, mediterraner und exotischer Vegetation gesäumte Ruheoase, der zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter begangen werden kann.

Neben dem einheimischen Trockenwald wachsen hier Korkeichen, Eukalyptus- und Zürgelbäume, Erdbeerbäume, Mittelmeerkiefern, Palmen- und Bambusarten, Feigenkakteen, Agaven, Magnolien und Ölbäume, um nur einige der vielen Arten zu nennen.

Der Tappeinerweg wurde nach seinem Planer und Stifter, dem Arzt, Botaniker und Anthropologen Doktor Franz Tappeiner (1816 - 1902) benannt, der mehr als 6000 Pflanzen beschrieb und herbarisierte.

Der erste, 2 km lange Abschnitt des Tappeinerweges, vom Zenoberg bis zur Galileistraße, wurde 1893 eingeweiht, ein zweites Teilstück wurde 1911 eröffnet, während der letzte Abschnitt, der in Gratsch endet, aufgrund der Nachkriegswirren erst 1928 fertiggestellt werden konnte.

Der Marconi-Park

Hinter der Heiliggeistkirche befindet sich auf dem Grund des ehemaligen evangelischen Friedhofes der Marconi-Park, der in den dreißiger Jahren nach den Plänen des damaligen Direktors der Stadtgärtnerei angelegt wurde; die Anlage wurde den typischen italienischen Gärten des "Rinascimento" nachempfunden und ist vor allem durch die mehr als 90 verschiedenen Rosengarten bekannt.

Der Eingang ist von zwei alten Exemplaren des Schnurbaumes (Sophora japonica pendula) geschmückt.