Bergbaumuseum

Bergwerk Schneeberg im Ridnauntal

Der Schneeberg war das höchstgelegene Bergwerk Europas und das am längsten fördernde im Alpenraum. Der Bergwerk am Schneeberg ist heute zum Besucherbergwerk ausgebaut.

Mindestens 800 Jahre hindurch förderten tausende von Knappen wertvolles Silber, Blei und Zink aus dem größten Blei- und Zinkerzlager Tirols und gruben dabei auf weit über 2000 m Meereshöhe ein Netzwerk von über 1000 Stollen, Gruben und Schächten. Könige, Fürsten, Bischöfe und Gewerken gelangten zu Ruhm, Macht und Reichtum.

Das Silber aus den Bergwerken Tirols erhob unser Land um 1500 zur Weltmacht.

Selbst der weltweit agierende Konzern der Fugger ließ sich in der Berggerichtsstadt Sterzing nieder und sicherte sich den Löwenanteil der Gruben am Schneeberg. Die Stadt Sterzing trägt seither den Namen "Fuggerstädtchen".

Die Bergarbeiter, die Knappen, waren allerdings oft unmenschlichen Strapazen, Härten und Gefahren ausgesetzt und mussten vielfach nach wenigen Arbeitsjahren das Leben lassen.

Bergwerk Schneeberg
Bergwerk Schneeberg

Den Höhepunkt erlebte der Schneeberg Ende des 15. Jahrhunderts, als bei der Bleibedarf der Verhüttungsbetriebe des Schwazer Fahlerzes im Unterinntal am größten war.

Damals sollen an die tausend Knappen am Schneeberg geschürft haben. Einen neuen Aufschwung gab es nach 1871, als die Erschließung der reichen Zinkvorräte in Angriff genommen, die große Übertage-Förderanlage zwischen dem Schneeberg und Sterzing errichtet und in Maiern eine erste Anlage zur Aufbereitung der Schneeberger Erze gebaut wurde.

Das Bergwerk am Schneeberg war zeitweise das am höchsten gelegene Bergwerk Europas, das Abbaugebiet erstreckt sich zwischen 2000 und 2480 m Meereshöhe, die einst ganzjährig bewohnte Knappensiedlung St. Martin am Schneeberg liegt auf 2354 m.

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