Unterkünfte Wellnesshotels Last Minute
Ortschaften Anreise Wetter
Museen Wandern Skigebiete Veranstaltungen
Schloesser - Castelli

Schlösser in Tisens und Prissian

Zahlreiche Burgen, Schlösser, Ansitze, aber auch Ruinen rund um das Burgendorf Prissian, deren Baugeschichte durchwegs auf das Mittelalter zurückreicht, zeugen davon, dass das Gebiet mit seinen klimatischen Vorzügen und landschaftlichen Reizen seit jeher ein bevorzugtes Wohngebiet war.

Schloss Fahlburg (Prissian)

Schloss Fahlburg in Prissian, ursprünglich "Turm zu Vall" genannt, wurde im 13. Jh. erbaut und war im Besitz der Herrn von Zobel. Nach deren Aussterben gab es Besitzerstreitigkeiten unter den Erben.

Der Minnesänger Oswald von Wolkenstein soll von Barbara Jäger in der "Vall" gefangen gehalten worden sein, wo er auch Lieder schrieb, in denen er sich bitter über Folterungen beklagte.

1597 kaufte Jakob Andrä von Brandis die Fahlburg, baute sie bis 1640 in ein Renaissanceschloss um. Sie ist heute noch im Besitz des Grafen Jakob von Brandis, ein Nachkommen des Geschlechtes der Grafen von Brandis.

Im Schloss Fahlburg befinden sich noch alte Kachelöfen, Holzdecken und Gemälde des Barockmalers Stefan Kessler. Die Schlosskapelle ist doppelstöckig und dem Allerheiligen geweiht.

Schloss Katzenzungen (Prissian)

Schloss Katzenzungen in Prissian ist 1244 urkundlich unter dem Besitzer Henricus de Cazzenzunge erwähnt. Im Jahre 1534 kam es an die Herrn von Breisach, die aus dem Elsaß stammten, und es wurde in eine Viereckform umgebaut und unter dem Dach findet man die Pechnasen. Über dem Steinbogen kommt man zum Eingang mit dem "Mannsloch". 1795 wurde es bäuerlicher Besitz. Der letzte Besitzer, Herr Unterholzner, verkaufte es 1978 an Herrn Pobitzer, der mit der Restaurierung begann (Dach, Fenster, Innenraum, Rebe).

Am Schlossanfgang gedeiht das Naturdenkmal - die größte Rebe Europas; sie überspannt eine Fläche von 350 qm und gibt bis zu 700 kg Trauben "Versoaln" und man schätzt die Rebe zwischen 500-600 Jahre. Die Trauben werden selbst im Schloss Katzenzungen gekeltert und in 7/10 Liter Flaschen abgefüllt. Sie sind mit Urkunde erhältlich. Heute bietet das Schloss den geeigneten Rahmen vor allem für spezielle Anlässe wie Ausstellungen, Konzerte, Meetings, Hochzeiten, Modeschauen, Firmenessen, Weinverkostungen.

Schloss Zwingenburg

Schloss Zwingenburg wird in den Quellen bereits 1237 erwähnt. 1274 erwarb Landesfürst Meinhard II die Burg. Um 1800 kaufte die zerfallene Burg ein Bauer, der sie an den Grafen von der Schulenburg verkaufte und neu aufbaute. Heute ist sie wieder in bäuerlichem Besitz des Herrn Walzl.

Schloss Wehrburg

Schloss Wehrburg wurde 1217 erwähnt und war im Besitz der Herrn von Andrian - Wehrburg. Das Schloss wurde im 13. Jh. erbaut und fiel 1411 wieder an die Morandin, die 1798 ausstarben. Um 1520 erfolgte der einzige erwähnenswerte Umbau des Schlosses. Die unteren Geschosse, der Bergfriede wurden damals nicht verändert und blieben in der ursprünglichen Form erhalten.

Das Schloss beherbergt noch alte Öfen (16. und 19. Jh.). Die Schlosskapelle wurde im 15. Jh. erbaut und im 17. Jh. umgebaut und ist dem Hl. Erasmus geweiht und hat ein bemerkenswertes Fresko, sowie eine qualitätsvolle Pietà, aus der Zeit um 1420.

Um 1900 erwarb Schloss Wehrburg ein ungarischer Graf Albert von Eperjessey, k.u.k. Gesandter in Teheran, der sie gründlich restaurierte. 1957 hat Herr Holzner die Wehrburg gekauft und sie als Hotel umfunktioniert und sie ständig dem heutigen Komfort angepaßt, ohne den Charakter zu verändern. Heute ist sie im Besitz von Jakob Holzner.

Ruine Casatsch

Ruine Kasatsch, auch Pfeffersburg genannt. Von der alten Burg Casatsch, welche einst auf einem hochragenden Hügel oberhalb Nals thronte, sind nur mehr dürftige Mauerreste vorhanden.

Konrad II von Beseno, Bischof von Trient, belehnt 1194 Ulrich Ruf, die Brüder Heinrich und Friedrich von Pitzol, ferner Marquard, Hartwig und During von Tisens mit einem Hügel namens "Casac", oberhalb Nals in der Pfarre Tisens gelegen, und erlaubte den Männern ein Schloss zu erbauen. An die Baubewilligung war jedoch die Bedingung geknüpft, die Burg dem Bischof, seinen Nachfolgern und den Grafen von Eppan, zu dessen Untertanen die Erbauer zählten, stets offen zu halten.

In der zweite Hälfte des 14. Jh. ist die Burg im Besitz der Herren von Greifenstein, 1390 geht sie in die Hände der Botsch über. Mit Unterbrechungen, unter anderem werden die Herren von Zwingenstein als Besitzer genannt, bleibt Kasatsch botschich. Marx Sittich von Wolkenstein nennte die Burg "Pfeffersburg".

Nach dem Aussterben der Botsch fällt die Ruine an die Stachelburg, dann an die Freiherrn von Schneeberg und schließlich an die Giovanelli.

In den vergangenen Jahren war die Ruine wiederholt Gegenstand von Medienberichten: Die derzeitige Eigentümerin, Verena Jordan, leitete nämlich aufwändige Sanierungsarbeiten ein, die 2002 ihren Abschluss fanden und seitdem ist die Burg jederzeit zu besichtigen.

Ruine Schloss Holz

Die Burgruine Schloss Holz, der ehemalige Sitz der Herren von Holz, wurde 1236 erstmals urkundlich erwähnt. Trotz ihres abgelegenen Sitzes spielte dieses Adelsgeschlecht im Tisner Mittelgebirge eine bedeutende Rolle. Nach dem Aussterben der Herren von Holz gegen Ende des 14. Jh. fiel die Burg an die verwandten Herren von Wehrburg. Deren Nachkommen besaßen sie bis ins 18. Jh. Schon früh war der Adelssitz aber dem Verfall preisgegeben worden. Heute findet man nur noch einige Mauerreste. Die Burgruine Holz liegt oberhalb von Prissian in einem Waldgebiet.

Ein Wandersteig führt zu ihren Überresten. Von der Grissianer Straße, rund 200 Meter oberhalb des "Saxiller Kellers" in Prissian, zweigt ein Forstweg ab, der zum Steig führt. Von der Straße aus kann man die Ruine in einem rund einstündigen Fußmarsch erreichen.