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Sehenswürdigkeiten in Terenten im Pustertal Südtirol

Mühle Terenten St. Georg Pfarrkirche

Die Entstehung von Terenten

Der Name Terenten wurde aus dem lateinischen torrentum (= Wildbach) abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Terenten findet sich in einem Traditionsbuch des Hochstiftes Freising. Graf Otto von Andechs übergibt dem Bischof Gottschalk von Freising vier Höfe in Terenten ("in monte Torento hobas IIII"). Diese Nennung stammt aus der Zeit zwischen 994 und 1005. Um 1000 wird "mons Terrentum" erwähnt.

Die Gegend von Terenten war aber bereits in prähistorischer Zeit besiedelt, was auch durch Funde und Mauerreste an geographisch bevorzugten Plätzen wie St. Zeno, Pflanger- und Pürgstallkopf nachgewiesen wurde. Um ein prähistorisches Quellenheiligtum dürfte es sich auch beim sogenannten Hexenstein handeln, ein Schalenstein, der sich im Winnebachtal befindet.

Eine stärkere Siedlungstätigkeit setzte mit der Eroberung durch die Bajuwaren ab dem 7. Jh. ein. Die meisten Einzelhofsiedlungen dürften zu dieser Zeit entstanden sein. Das von bäuerlicher Arbeit geprägte Landschaftsbild hat sich bis heute kaum verändert.

Die Erdpyramiden von Terenten

Diese Erosionszone liegt auf 1330 bis 1400 m und zählt mit jener von Percha zu den interessantesten Erdpyramidenvorkommen des Pustertales. 30 Minuten nördlich vom Dorf gelegen, sind die Pyramiden leicht erreichbar.

Sie sind aus Mräneablagerung der letzten Eiszeit aufgebaut. Die tieferen Schichten sind mit Steinen und Blöcken durchsetzt. Im oberen Bereich bestehen die Pyramiden fast nur aus feinem Material. Der eiszeitliche Schutt besteht vor allem aus verwittertem Granit und ist deshalb sehr hell.

Die Erdpyramiden entstanden durch das historische Unwetter im Juli 1837. Gewaltige Schuttmassen brachen ab und wurden fortgespült. Der Regen und die Schneeschmelze modellierten ständig neue Säulen heraus, die sich so lange halten, wie der schützende Deckstein darüber bleibt. Heute ist der Terner Bach verbaut. Dadurch vertieft sich die Erosionsbasis nicht mehr, die Erdpyramiden können nicht mehr talwärts "wandern".

Terner Mühlen-Lehrpfad

Der "Terner Mühlen-Lehrpfad" ist ein romantischer und lehrreicher Spaziergang in die Vergangenheit. Was man fast nur aus dem Märchen kennt, gibt es im Sonnendorf Terenten, gelegen auf einer Seehöhe von 1200 m entlang der Pustertaler Sonnenstraße, wirklich: Da knattern und rumpeln tatsächlich noch fünf über 200 Jahre alte Radmühlen am rauschenden Terner Bach.

Diese Mühlen hatten lange Zeit neben Mahlen und Stampfen noch eine dritte Funktion. Man nützte die Wasserkraft auch noch zum Antrieb verschiedener Geräte am Hof, wie dreschen usw. indem man ein Stahlseil von der Mühle zum Hof legte.

St. Georg Pfarrkirche

St. Georg Pfarrkirche in Terenten wird im Jahre 1362 ein Gotteshaus erwähnt. Bischof Hartmann von Brixen weihte 1162 einen Altar. Ein neues Langhaus wurde 1683-1684 errichtet. 1848 bis 1850 wurde die Kirche verlängert und im neuromanischen Stil umgestaltet.

Eine umfassende Restaurierung wurde 1964 vorgenommen. Dabei entdeckte man die Grundmauern eines Kirchenraumes aus romanischer Zeit. Vom spätgotischen Bau blieben der Chor und der Turm mit spitzbogigen Fenstern erhalten. Das Langhaus wurde um die Mitte des 19. Jh. im Stil der Neuromanik umgebaut. Das Tonnengewölbe stammt aus der Zeit des neuromanischen Umbaus und ist mit den Deckengemälden von Christoph Brandstätter ausgeschmückt.

Neben der Pfarrkirche befindet sich die spätgotische Heiligkreuz Kapelle, die im Jahre 1520 geweiht wurde.

Der Ortsfriedhof

Der Ortsfriedhof, der oft als Musterbeispiel für einen Tiroler Friedhof bezeichnet wird.

St. Zeno in Pein

St. Zeno in Pein wurde im 12. oder 13. Jh. erbaut. Das Kirchlein liegt südwestlich der Pfarrkirche auf einem einsamen Hügel, zwischen zwei Schluchten. Die Kapelle zeigt den frühen romanischen Baustil. Die Malereien im Kircheninneren stammen vom Barockmaler Johann Mitterwurzer.

Zu diesem Kirchlein führt seit August 2003 der sogenannte "Besinnungsweg der Schmerzen Mariens nach St. Zeno". Auf sieben Baustämmen erfährt man die Szenen aus dem Leben der Hl. Maria. Der Weg bietet sich ideal als Spazier- und Wanderweg an.

St. Margarethen Kirche in Margen

St. Margarethen Kirche in Margen wird schon 1309 urkundlich erwähnt. Der Spitzturm dürfte erst im späteren 14. Jh. errichtet und das Langhaus im frühen 16. Jh. eingewölbt worden sein. Der hl. Christophorus an der Außenmauer gilt als Beschützer vor Unwetter.

Sehenswert ist der spätgotische Flügelaltar aus der Zeit um 1500 mit den Skulpturen der drei Heiligen Margaretha, Magdalena und Katharina.

Biotop Pircher Moos in Pein

Es lässt sich ideal mit einem Spaziergang oder einer Wanderung verbinden.

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