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Kurstadt Meran und Kurhaus

Im letzten Jahrhundert wurde Meran innerhalb kurzer Zeit zu einem der bekanntesten und am meisten besuchten Kurorte Europas.

Aufgrund ihrer guten Luft wurde und wird die Kurstadt auch heute noch, nicht nur von Lungen- und Magenkranken besucht; auch Gäste, die unter Depressionen und anderen psychosomatischen Erkrankungen leiden, besuchen die Passerstadt gerne, da die lebhafte und blühende Kurstadt die richtige Alternative zu den anonymen, grauen und traurigen Großstädten Mitteleuropas darstellt.

Die sonnigen, nebelfreien und regenarmen Wintermonate waren genau das Richtige für die vielen Tuberkolosekranken, die vor allem zu dieser Jahreszeit in Meran weilten; der bekannteste unter ihnen war wohl Franz Kafka, der hier seine berühmten "Briefe an Milena" schrieb.

Der berühmte Meraner Herbst ist der Zeitpunkt der Traubenkur, die schon seit 120 Jahren und länger bekannt ist und vom damals zugewanderten Münchner Künstler Dr. Friedrich Lentner verbreitet wurde.

Die süße und sehr dunkle Meraner Traube wirkt blutreinigend und entgiftend; sie kann erfolgreich gegen Verstopfungsprobleme, Magen- und Nierenleiden sowie gegen verschiedene andere Stoffwechselstörungen eingesetzt werden. Damals wie heute wird die Kur nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt.

Das Kurhaus

Das Schmuckstück der Meraner Architektur war und ist mit Sicherheit noch immer das auf der Passerpromenade errichtete Kurhaus. Die Errichtung dieses Gebäudes war eine der Sternstunden in der Geschichte unserer Stadt.

Das erste Gebäude, das 1874 erbaut wurde, war das im historischen Stil errichtete alte Kurhaus, in dem man zur Unterhaltung der anspruchsvollen Kundschaft Konferenzen, Feiern, Bälle und andere Veranstaltungen organisierte.

Da die Zahl der Gäste von Jahr zu Jahr anstieg, entschloß man sich zur Erweiterung des bereits vorhandenen Kurgebäudes.

So begann man 1912 mit der Errichtung des Kurhauses, dessen Bau 1914 fertiggestellt wurde. Den Entwurf lieferte der Wiener Sezessionist Ohmann.

Somit verkörpert nun das Kurhaus den Wiener Sezessionsstil in Meran. Das Kurhaus war das erste Gebäude in der Stadt, das mit elektrischen Licht versorgt wurde.

Ein elegantes Foyer, eine großzügig errichtete Treppe, die zur Galerie führt und ein gewaltiger Ballsaal sind wohl die beeindruckendsten Räumlichkeiten dieses Baues.

Die Innenräume wurden mit vergoldetem Schmiedeeisen, Stukkaturen und Fresken dekoriert, die dem Ideal des sezessionistischen Gesamtkunstwerkes alle Ehre machen.

Auch der außen mit vier Säulen aufgelockerte, rundliche Vorbau, auf denen das Tympanon mit den darauf stehenden tanzenden Mädchen lastet, unterstreicht für die Einzigartigkeit dieses Gebäudes.

Das Meraner Kurbad

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts führte die Wiener Akademie Studien durch, um festzustellen, weshalb Mittelmeerpflanzen in Meran nicht nur spontan wachsen, sondern auch unbeschadet die Wintermonate überdauern. Man führte dieses Phänomen auf radioaktive Quellen zurück.

Die bis dahin wenig ergiebigen Nachforschungen mußten nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges abgebrochen werden. 1933 wurde der aus Trient stammende Geologe G. B. Trener von der Kurverwaltung beauftragt, die Forschungen wieder aufzunehmen.

Er konzentrierte seine Arbeit auf die Gebiete, in denen im Silikatgestein radioaktive Spurenelemente nachgewiesen werden konnten.

Bald schon waren seine Forschungen von Erfolg gekrönt: in Vigiljoch konnte er im Gebiet der Bärenbäder eine Vielzahl von Quellen nachweisen.

Somit konnte man ernsthaft daran denken, ein großes Thermalzentrum in Meran aufzubauen. Das Wasser wurde von Vigiljoch durch eine Bohrung nach Meran abgeleitet und versorgt auch heute noch das Kurbad.