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Vigiljoch - San Vigilio

Vigiljoch bei Lana

Das Vigiljoch lädt ein zu zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Im Sommer Mountainbiking, Bergwandern, Paragleiten oder Nordic Walking.

Im Winter bietet das Vigiljocher Skigebiet viel Spaß für die ganze Familie und lustige Rodelpartien auf der Vigiljocher Rodelbahn.

Das Vigiljoch bildet den nördlichen Eckpunkt des langgezogenen Zufrittkammes, der zur Ortlergruppe gehört und zwischen dem unteren Vinschgau, dem Meraner Talkessel und dem äußeren Ultental ausläuft.

Geologisch gesehen befinden wir uns in der Zone der alten Gneise, in die an einigen Stellen Marmorvorkommen eingelagert sind. Das Hochplateau erreicht seinen höchsten Punkt am Siebenbrunnenwald in 1906 m. Funde aus der mittleren Steinzeit, die unweit der Jocher Kirche getätigt wurden, weisen darauf hin, dass das Vigiljoch bereits vor fast 10.000 Jahren als Übergang benutzt wurde. Auch mehrere Schalensteine weisen in die Vorgeschichte zurück.

Im Mittelalter wurden die Kirchen zum Hl. Vigilius und St. Oswald in Pawigl errichtet. Beide finden in einer Urkunde des Klosters Weingarten aus dem 13. Jahrhundert erstmals Erwähnung. Aus dieser Zeit stammen noch die Landhausmauern der Vigiliuskirche, welche einst den nördlichsten Punkt des Bistums Trient markierte und in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mitbedeutenden, heute noch gut erhaltenen frühgotischen Fresken ausgemalt wurde.

Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erfolgte auch die Besiedlung der Seitenhänge des Vigiljoches, wo in Pawigl, am Marlinger Berg und in Aschbach drei Dutzend Bergbauernhöfe entstanden. Die höchsten Höfe waren einst der Jocher (1780m) und der Gampl (1706 m), während die Siedlungsgrenze sonst bei 1400 m liegt.

In den dreißiger Jahren wurden die heilkräftigen Quellen am Vigiljoch gefaßt, die seitdem u. a. die Thermalbäder der Kurstadt Meran speisen.

Vigiljoch
Vigiljoch

Schwebebahn Lana - Vigiljoch

Am 1. September 1912 nahm die Schwebebahn Lana - Vigiljoch als eine der ersten Personenseilbahnen der Welt ihren Verkehr auf.