
Kaltern liegt an der Südtiroler Weinstraße in Südtirols Süden. Hier ist der bekannte Kalterer See Wein beheimatet. Als besondere Anziehungspunkte in Kaltern gilt das Südtiroler Weinmuseum, das Aufschluß über die Weintradition im Süden Südtirols gibt. Weinliebhaber sollten sich die "Kalterer Weintage" sowie die Kellereibesichtigungen mit Fachweinproben und Kellerführungen nicht entgehen lassen.
Das in ein Meer von Weinreben eingebettete Dorf, dessen historischer Ortskern besonders gut erhalten ist, ist reich an südländischen Pflanzen und herrschaftlichen Bauernhöfen im Überetscher Stil.
Zu jeder Jahreszeit lädt die wunderschöne Landschaft zum Wandern und zum Radfahren ein. Wanderer finden über 200 Kilometer beschilderte Wanderwege in allen Höhenlagen durch Mischwälder und Obstgärten. In Kaltern kann man Minigolf spielen und reiten. Die steilste Standseilbahn Europas führt auf die Mendel, dem Hausberg der Kalterer. Dort erwartet ein einmaliges Wanderparadies.
Den Herbst kann man in Kaltern riechen. Die Weinlese und die Obsternte tragen das ihre dazu bei.

Hauptplatz in Kaltern
Pfarrkirche Kaltern
Die Pfarrkirche im Zentrum von Kaltern sticht besonders durch dem Glockenturm gotischen Ursprungs hervor. Dessen untere Geschosse reichen bis ins 14. Jh. zurück. Aufschlüsse zu den Bauetappen geben die eingelassenen Reliefs mit den Wappen der Tiroler Landeshauptleute Albrecht von Wolfstein und Berchtold von Gufidaun (1353 - 1373).
Vermutlich haben der Augsburger Baumeister Burkhard Engelberg, der Entwerfer des Bozner Pfarrturms, oder dessen Mitarbeiter Jakob Zwitzel den Turmabschluss um 1500 geplant.
St. Peter-Basilika-Ruine in Kaltern - Altenburg
Die St. Peter-Basilika-Ruine in Kaltern - Altenburg unterhalb des dortigen schönen Kirchleins (mit Fresko aus dem 13. Jh.), erreichbar über einen Wanderweg mit Treppen. Einstmals dreischiffige Basilika aus der Zeit der Christianisierung aus dem 4. Jh., daneben eine in Felsen gemeiselte Vertiefung (angeblich Opferstelle oder Ruheplatz des Hl. Vigilius, der diese Basilika erbauen ließ), etwas weiter dahinter sind 10 schalenförmige Vertiefungen im Porphyrfelsen, rund 3000 Jahre v. Chr. (diente wahrscheinlich für Beleuchtungszwecke mit Öl oder vielleicht als Getreidemühlen). Interessant ist auch die Wildromantische "Rastenbachklamm".
Die St. Peter Ruine ist über einen Wanderweg mit Leiter erreichbar. Start vom Aussichtspunkt hinter der St. Vigilius Kirche.
Schlösser
Schloss Ringberg wurde um 1600 vom Landesfürsten als Jagdschloss erbaut. Schöner Renaissance-Stil bzw. Überetscher Baustil.
Schloss Kampan wurde um 1268 von Konrad Kampaner erbaut. Um 1500 erweitert. Schöner Renaissance-Stil, insbesondere der Loggiarundgang im Innenhof.
Schloss Sallegg wurde um 1604 vom Adeligen Sepp von Seppenburg erbaut. Der südliche Trakt wurde Anfang 1900 errichtet.
Mendel Standseilbahn
Die Mendel Standseilbahn wurde im Jahre 1903-1904 in nur 1,5 Jahren erbaut, war damals ein europäisches Meisterwerk, auch Kaiser Franz Josef fuhr mit dieser Bergbahn, nach wie vor eine der steilsten und die wohl längste Standseilbahn Europas.

