Seine Blütezeit erlebte Glurns im 13., 14. und 15. Jh. als Handelsstädtchen. Sehenswert sind der Laubentrakt aus dem 13. Jh. sowie Befestigungsanlagen und Bürgerhäuser aus dem 16. Jh., vor allem die vollständig erhaltene Renaissance-Stadtmauer mit drei Mittel- und vier Eckrondellen und den drei Toren (Malser-, Schludernser- und Tauferer Tor).
Ausstellung im Kirchtorturm
Sehenswert ist ein Besuch der Ausstellung im Kirchtorturm (Tauferer Tor Turm). Die Ausstellung ist auf vier Stockwerken inszeniert; sie thematisiert im Erdgeschoss den Salzhandel, die Bewachung der Stadttore und die Glurnser als Ackerbürger. Der Wehrgang beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau und der Befestigung der Stadt im 16. Jh.
Im 1. Stock stehen Lage und Entstehung im Mittelpunkt; der 2. Stock steht unter dem Motto Markt und Menschen im spätmittelalterlichen Glurns mit einem Warentisch und Illustrationen von Jörg Müller; im 3. Stock werden Ereignisse, Kuriosa und Besonderheiten hervorgehoben.
Kirche St. Jakob
Sehenswert ist auch die Kirche St. Jakob (mit romanischen Fresken) bei Söles, ca. 1,5 km von Glurns in Richtung Prad entfernt.
Die Kirche wurde erstmals 1220 urkundlich erwähnt. Sie ist die älteste Jakobskirche Tirols. 1499 wurde sie nach der Schlacht an der Calven von den Bündnern in Brand gesteckt. Um 1570 wurde die spätgotische Kirche erbaut. 1799 wurde sie zum zweiten Mal, diesmal von den Franzosen, niedergebrannt. Sie verfiel zur Ruine, lediglich das Gewölbe hielt stand. Im Zuge der Renovierung durch die neuen Besitzer, der Familie Rizzi aus Latsch, wurden Teile einer kleinen Vorgängerkirche aufgedeckt. Die Bedeutung dieser Funde in der romanischen Wandmalerei reicht weit über die Landesgrenze hinaus.


