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Kloster und Museum Marienberg - Abbazia e Museo di Monte Maria

Kloster und Museum Marienberg

Das Benediktinerkloster Marienberg im Vinschgau in Südtirol ist eine Gründung der Edlen von Tarasp (Engadin). Das Kloster der Grafen von Tarasp entstand um 1200. Die barocke Stiftskirche ist die einzige dreischiffige Pfeilerbasilika des Vinschgaus.

Beeindruckend sind: Das unverändert erhaltene Rundbogenportal aus dem 12. Jh., die um 1400 entstandene Steinplastik "Maria mit Kind", das Fresko neben dem Portal aus dem 14. Jh. von H.J. Pfeil und im inneren die Fresken und Stuckaturen im Stil der Wessobrunner Schule.

Der älteste Teil des Klosters ist die Krypta, 1156 geweiht, deren romanische Fresken mit byzantinischen Einfluss sich über die vielen Jahrhunderte hinweg erstaunlich gut erhalten haben. Sehenswert auch das Kreuzgratgewölbe mit Engelsfiguren (um 1180) sowie zahlreiche wertvolle Holzskulpturen und Gemälde. Wertvoll für die Geschichte des Stiftes und des Landes Tirol bis zum Jahr 1390 ist die Chronik des Mönches Goswin.

Das Kloster aus der Mitte des 12. Jh. liegt auf 1340 m und ist somit die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas, eine Stiftung der Edlen von Tarasp. Hier leben seit über 800 Jahren Mönche nach der Regel des Hl. Benedikt. Sie haben stets das Betätigungsfeld den Herausforderungen der Zeit angepasst und sind heute vorwiegend in der Seelsorge tätig.

Kirche St. Stephan

Die Kirche St. Stephan bei Marienberg aus dem 11. Jh. hatte bereits einen Vorgängerbau. Bei Ausgrabungen kamen Gräber zum Vorschein, in denen sich longobardischer Schmuck befand. Die Schmuckstücke befinden sich im Archäologiemuseum Bozen und können dort besichtigt werden.

Museum Marienberg

Das Museum Marienberg befindet sich im ehemaligen Wirtschaftstrakt der Klosteranlage. Im Museum sind Schauräume eingerichtet worden, in denen Eindrücke über den Alltag im Kloster nach dem Leitsatz "ora et labora" vermittelt werden. Historische Ereignisse werden ebenso aufgezeigt, wie die spirituelle Deutung der romanischen Krypta Fresken mit den einzigartigen Engeldarstellungen.

In den Schauräumen erzählen bisher verborgene Kunstwerke und Dokumente über das Leben nach dem Vorbild des Hl. Benedikt, über den Alltag im Kloster und die 900 Jahre seines Bestehens, historische Ereignisse und die spirituelle Deutung. Ein Film gibt Aufschluss über die spirituelle Deutung der romanischen Krypta-Fresken mit den bekannten Engeldarstellungen.

Informationen

Benediktinerabtei Marienberg
Schlinig 1
I-39024 Mals (BZ)

Homepage Benediktinerabtei Marienberg
Partnerstätte der Alpinen Straße der Romanik: www.stiegenzumhimmel.it